Coronavirus

Richtig umgehen mit dem Coronavirus

Corona ist das Wort der Stunde und wird es nach gegenwärtigem Stand der Dinge auch noch eine ganze Zeit lang bleiben. Auch wer lieber nichts davon hören möchte, kommt deshalb nicht darum herum, sich mit dem Thema Coronavirus zu beschäftigen. Für alle, die wirklich nur das Wichtigste in geraffter Form wissen möchten, ist dieser kleine Ratgeber gedacht.

Richtig umgehen mit dem Coronavirus

Das Coronavirus (SARS-CoV-2) ist das jüngste Mitglied einer alteingesessenen Virenfamilie. Es ist vermutlich zum ersten Mal auf einem Wildtiermarkt in Wuhan, China ausgebrochen und hat sich inzwischen als Pandemie über die gesamte Welt verbreitet. Ein Impfstoff oder Heilmittel ist trotz umfassender Bemühungen von internationalen Forschern noch nicht gefunden worden.

Was löst das Coronavirus konkret aus?

Das Coronavirus gehört zu den sogenannten SARS-Viren. SARS steht für Severe Acute Respiratory Syndrome, das bedeutet Schweres Akutes Atemwegssyndrom. Es greift also die Atemwege an. Im ungünstigsten Fall kann das neue Coronavirus zu einer Lungenentzündung, Atembeschwerden und sogar zum Tod führen. Nach gegenwärtigem Forschungsstand verläuft der Großteil der Fälle allerdings harmlos und wird oft von den Betroffenen nicht einmal bemerkt.

Kann das Coronavirus jeden treffen?

Das Coronavirus macht vor niemandem halt und kennt keine Standesgrenzen: Selbst berühmte Hollywood-Schauspieler wie Tom Hanks und bedeutende Persönlichkeiten wie Prince Charles oder der britische Premierminister Boris Johnson sind betroffen. Trotzdem gibt es Risikogruppen, die sich besonders vorsehen müssen, weil ein schwerer Krankheitsverlauf durch diverse Faktoren begünstigt wird.

Zu der Risikogruppe gehören:

  • Menschen mit Vorerkrankungen (Herz, Lunge, Leber, Krebs)
  • Ältere Menschen ab 50 Jahren
  • Raucher und Alkoholiker
  • Menschen mit einem geschwächten Immunsystem
  • Schwangere (es kann zu Komplikationen kommen)

In falscher Sicherheit sollte sich niemand wiegen, denn im Prinzip kann es wirklich jeden treffen, und selbst Kinder, die gemeinhin als wenig gefährdet gelten, gehören bereits zu den Opfern des Coronavirus. Schutzmaßnahmen sind also geboten – für sich selbst und für andere. Trotzdem muss nicht jeder, der die Symptome an sich bemerkt, sofort ins Krankhaus. Selbst bei Fieber lässt sich die Erkrankung gut im heimischen Bett auskurieren. Zur Sicherheit sollte aber auf alle Fälle telefonisch der Kontakt mit dem Hausarzt gesucht werden. Keinesfalls sollte man bei Verdacht auf Corona einfach in die Praxis gehen, sich womöglich im vollbesetzten Wartezimmer niederlassen und freundlich in die Runde husten.

Wie sieht es mit meinem Haustier aus?

Tiere scheinen nach derzeitigem Erkenntnisstand nicht unmittelbar durch das Coronavirus bedroht zu werden. Es ist sogar fraglich, ob Haustiere wie Katzen und Hunde überhaupt das Virus bekommen können. Bei der Verbreitung des Coronavirus spielen Tiere keine treibende Rolle, diese kommt allein dem Menschen zu.

Wie schütze ich mich vor dem Coronavirus?

In den vom Coronavirus betroffenen Ländern sind eine Vielzahl unterschiedlicher Maßnahmen in Kraft. Häufig trifft man dabei auf das Wort Lockdown – das öffentliche Leben wird nahezu auf Null heruntergefahren, Versammlungen sind verboten, viele Läden geschlossen. Aber auch im privaten Bereich kann jeder seinen Beitrag leisten.

Soll ich eine Maske als Mundschutz tragen?

Noch gibt es keine bundesweite Maskenpflicht, was wohl auch damit zu tun hat, dass Masken derzeit nicht in der erforderlichen Menge beschafft werden können. Auch die Wirksamkeit der Masken war lange umstritten, doch scheint sich jetzt ein Konsens abzuzeichnen, dass sie auch in einfacher Ausführung einen gewissen grundlegenden Schutz bieten – nicht unbedingt für den Träger, aber doch für die Menschen in seinem Umfeld. Das gilt sogar für selbstgebastelte Masken, für die es inzwischen zahlreiche Anleitungen im Netz gibt. Wichtig ist, dass sie korrekt getragen werden und Mund und Nase vollständig bedeckt sind. Außerdem sollte man darauf achten, dass die Maske nicht drückt oder an der Haut scheuert – in diesem Fall sollte man sie so schnell wie möglich absetzen, sonst drohen Hautschäden.

Kann ich meine Maske in der Mikrowelle desinfizieren?

Das Coronavirus mag keine hohen Temperaturen. Überschreiten die Umgebungstemperaturen 60 Grad Celsius, stirbt es ab. Wer seine Masken bei 70 Grad in den Ofen legt oder bei 60 Grad wäscht, kann damit den Erreger abtöten. Daraus ergibt sich die Frage, ob eine Desinfektion der Schutzmaske in der Mikrowelle möglich ist? Hier lautet die Antwort: nein. Die Mikrowelle heizt mit Strahlen und erreicht dabei nicht verlässlich die notwendige Temperatur. Außerdem können bei Masken mit Bügel oder anderen Teilen aus Metall gefährliche Funken entstehen. Alternativ kann die Schutzmaske durch Bügeln bei entsprechender Temperatur desinfiziert werden. Wichtig ist, die Innenseite der mehrfach getragenen Maske nicht mit den Fingern zu berühren.

Soll ich meine Umgebung desinfizieren?

Desinfektionsmittel haben derzeit Hochkonjunktur. In China sind sogar große Tankwagen unterwegs, die öffentliche Plätze und Straßen desinfizieren. Der Nutzen dieser publikumswirksamen Aktionen ist allerdings fraglich. Auch in den eigenen vier Wänden muss jetzt nicht alles ständig und immerzu desinfiziert werden. Bei häufig genutzten Oberflächen wie Türklinken ist eine Desinfektion sinnvoll – und außerdem sollten diese so weit möglich einfach mit dem Ellbogen betätigt werden.

Regelmäßig Hände waschen, nicht ins Gesicht fassen

Regelmäßiges Händewaschen ist eine Binsenweisheit, aber auch wirklich unumgänglich. Mehrmals täglich, vor allem aber immer nach erfolgtem Kontakt mit potenziell verunreinigten Oberflächen – zum Beispiel bei einer Paketannahme: Zwar ist die Wahrscheinlichkeit, über Liefersendungen eine Infektion zu erleiden, recht gering, aber immerhin können sich die Viren auf Pappe bis zu 24 Stunden halten.

Steht die Globalisierung jetzt auf dem Prüfstand?

Die weltweite Pandemie hat auch Fragezeichen in Bezug auf die Globalisierung aufgeworfen. Lieferketten sind unterbrochen, bestimmte Waren werden knapp, der Nachschub an Rohstoffen kommt zum Erliegen. Es zeichnet sich eine notwendige Stärkung der regionalen Industrie ab. In Zukunft wird wieder vermehrt auf eine Produktion vor Ort und möglichst wenig Import gesetzt werden – in unserem Shop finden Sie schon jetzt nur Edelstahl aus deutscher Produktion. Es ist sicher eine gute Idee, möglichst viel bei lokalen Händlern einzukaufen – am besten auch beim Bäcker und Metzger, der seine Waren regional produziert.

Fazit

Das Coronavirus macht vielen Menschen große Angst. Die Zahlen zeigen: Zu berechtigter Sorge besteht Anlass, aber niemand sollte und muss in Panik verfallen. Gerade in Deutschland wurden viele sinnvolle Maßnahmen eingeleitet und als äußerst bevölkerungsreiches Land steht man im internationalen Vergleich wirklich gut da. Daraus lässt sich Hoffnung schöpfen. Die drei wichtigsten Regeln lauten: HändewaschenAbstand halten und Mundschutz tragen.

Kategorie
Marius Wittig (Techniker)

Marius Wittig (Techniker)

Gerne helfe ich weiter!

ähnliche Beiträge

Edelstahl in der Kunst

Kunstwerke aus Metall haben eine lange Tradition. Schon immer waren Künstler auf der Suche nach neuen Werkstoffen, mit denen sie ihre schöpferischen Vorstellungen verwirklichen konnten.

Ein Wetterhahn aus Edelstahl

Er kann nicht krähen, aber er weiß, woher der Wind weht: Der Wetterhahn ist wohl der bekannteste Windrichtungsgeber der Welt. Anders als seinem tierischen Kollegen,